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Franzosen- und Indianerkrieg ArtikelAls Franzosen- und Indianerkrieg (French and Indian war) (1754-1763) werden die Auseinandersetzungen in Nordamerika vor und während des Siebenjährigen Kriegs (1756-1763) zwischen Briten und Franzosen sowie den mit beiden Seiten verbündeten Indianern genannt. Er ist von großer Bedeutung für die Geschichte der Vereinigte Staaten Amerika und Kanadas, da er die französische Herrschaft in Nordamerika endgültig beseitigte.
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Nordamerika während des Franzosen- und Indianerkriegs 1754-1763
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Der Konflikt um das Ohiotal | |
Bis zu dem Anfang des 18. Jahrhunderts war die Region jenseits der Appalachen in Nordamerika von europäischen Siedlern weitgehend unberührt geblieben. Dies änderte sich nun, denn die wachsende Bevölkerung der britischen Kolonien begann, Interesse an den fruchtbaren Gebieten jenseits des Gebirgszugs zu entwickeln. Damit kollidierten die Interessen der britischen Kolonisten mit denen Frankreichs, das die gesamte Region der Großen Seen sowie die vom Mississippi und vom Sankt-Lorenz-Strom durchflossenen Gebiete für sich beanspruchte. Hierzu gehörte auch das Tal des Ohio, der als Verbindung zwischen dem in dem Norden gelegenen Kanada (Neufrankreich) und den südlichen Besitzungen in Louisiana von großer strategischer Bedeutung war. Die Franzosen legten darum eine Kette von Forts vom Lake Champlain entlang des Wabash, Ohio, Mississippi und Missouri an, während die Briten ihrerseits Befestigungen in Halifax und Fort Oswego am Ontariosee bauten und Land in dem Ohiotal an die Ohio Company und abenteuerlustige Händler vergaben, die dort Niederlassungen errichteten.
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Ein weiterer Konfliktherd war die kanadische Provinz Akadien, die ganz oder teilweise die heutigen Provinzen Neuschottland, Neubraunschweig und Quebec umfasste. Dieses Gebiet war 1710 während des Spanischen Erbfolgekriegs von britischen Truppen erobert und in dem Frieden von Utrecht 1713 an Großbritannien übertragen worden. Die französischstämmige, katholische Bevölkerung genoss weitgehende Autonomie und Religionsfreiheit; britische Garnisonen lagen lediglich in Annapolis Royal und in dem 1749 gegründeten Halifax, um das herum ein britischer Siedlungskern entstand.
Frankreich hatte sich mit diesem Verlust jedoch nicht abgefunden. Französische Priester, Missionare und Offiziere versuchten offen oder verdeckt, die Akadier zur Revolte gegen die Briten anzustacheln, sie für das französische Militär zu rekrutieren oder zur Auswanderung in französisch beherrschte Gebiete zu veranlassen. Eine Schlüsselrolle hierbei spielte Abbé Louis Joseph Le Loutre , katholischer Generalvikar von Akadien und Missionar der Micmacs, eines dort lebenden Indianerstamms. Er übte massiven Druck auf die Akadier aus, den Treueid auf den britischen König zu verweigern und auszuwandern. Seinen Einfluß auf die Indianern nutzte er, um mit deren Hilfe Druck auf die Akadier auszuüben und einen Kleinkrieg gegen die Briten zu beginnen.
Auf seine Veranlassung hin kam es zu Angriffen auf britische Händler, Soldaten und Sieldungen; französische Dokumente belegen, dass der Geistliche den Indianern 100 Livres für jeden Skalp eines Briten bezahlte. Schon ab 1750 kam es stets wieder zu gewalttätigen Übergriffen, an denen neben Indianern auch Akadier beteiligt waren. Nachdem die Franzosen 1751 das Fort Beauséjour auf von Großbritannien beanspruchtem Gebiet errichteten und die Akadier aufforderten, einen Treueid auf den König von Frankreich abzulegen, Dienst in der französischen Miliz zu tun oder als Rebellen behandelt zu werden, war auch hier der offene Ausbruch von Feindseligkeiten ca. noch eine Frage der Zeit. 1754 antwortete der britische Gouverneur von Akadien mit einer Proklamation, der zufolge alle Akadier, die den Treueid abgelegt hatten, aber Waffen gegen die Briten ergriffen, als Kriminelle behandelt würden. Die Akadier wurden so zu den Leidtragenden eines auf ihrem Rücken ausgetragenen Machtkampfs.
Buch-Tipp: Ein Engländer in Paris. 2 CDs . Mein Jahr mit den Franzosen Französische Unterwäsche, britische Teebeutel und andere Sinnlichkeiten Olala. Zunächst ca. für den Freundeskreis und nie zur Veröffentlichung gedacht, wurde aus "A year in the merde" ein internationaler Bestseller. Es wäre auch zu schade gewesen, wenn uns Stephen Clarkes autobiographisch gefärbte Abenteuer des angelsächsischen Marketingexperten... |
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1750 versuchten britische und französische Gesandte bei einem Treffen in Paris vergeblich, die Probleme in dem Ohiotal und in Akadien zu lösen. 1752 wurde Ange de Menneville, marquis de Duquesne zu dem Generalgouverneur von Neufrankreich (Kanada) gemacht und erhielt die ausdrückliche Aufgabe, das Tal des Ohio für Frankreich zu sichern und die Briten aus diesem Gebiet zu vertreiben. In dem folgenden Jahr schickte er Truppen, die Befestigungen auf Presque Island (bei Erie, Pennsylvania) und bei Rivière aux Boeufs (bei Waterford) anlegten. Französische Offiziere und Missionare begannen systematische Bemühungen, den Einfluss britischer Händler auf die Indianer zurückzudrängen und diese auf ihre Seite zu bringen. Nicht zuletzt aufgrund der Untätigkeit der Briten konnten die Franzosen die meisten Stämme für sich gewinnen. Gleichzeitig drangen britische Siedler und Händler aus Virginia, ermuntert von ihrem Gouverneur Robert Dinwiddie , verstärktins Ohiotal vor, das Dinwiddie als Teil seiner Kolonie beanspruchte.
Die Franzosen waren zwar durch die zahlenmäßig kleinere Bevölkerung ihrer Kolonie in dem Nachteil, hatten aber den Vorteil eines einheitlichen Oberbefehls. Die Briten litten unter dem Fehlen einer koordinierenden Instanz oberhalb der einzelnen Kolonien, vor allem aber unter inneren Konflikten zwischen den Governeuren und den Parlamenten der Kolonien, die dazu führten, dass die dringend notwendigen Gelder für den Bau von Forts, für Geschenke für die Indianer und für die Besoldung von Truppen nicht bewilligt wurden.
Buch-Tipp: Ein Engländer in Paris. Mein Jahr mit den Franzosen My Tea is rich too . . . Dieses Buch ist für alle, die Paris (bekanntlich ist ja Paris die schönste Stadt der Welt, wenn bloß nicht die Pariser wären) und den englischen Humor lieben, eine Pflichtlektüre und ein empfehlenswerter Reiseführer zugleich.
Ich habe das Buch in drei Tagen durchgelesen (obwohl ich keinen Urlaub hatte) und mich prächtig... |
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Nachdem Dinwiddie von neuen Forts der Franzosen am oberen Allegheny River erfahren hatte, schickte er einen jungen Offizier aus Virgina, George Washington, mit der schriftlichen Aufforderung an die Franzosen, die Region zu verlassen, was - wenig überraschend - keinen Erfolg hatte. Auf dem Rückweg stellte Washington fest, dass die Stelle, an der der Allegheny und der Monongahela River zusammenfließen und den Ohio bilden, eine hervorragende Stelle für ein Fort sei. Anfang 1754 begannen die Briten darum mit dem Bau des Fort Prince George. Die Franzosen erfuhren jedoch davon, schickten Militär, zwangen die Briten am 17.04 zu dem kampflosen Abzug, zerstörten die Befestigung und errichteten an ihrer Stelle eine größere, die sie nach ihrem Gouverneur Fort Duquesne nannten.
Washington war mittlerweile mit einigen Soldaten nach Westen geschickt worden, um die britischen Positionen dort abzusichern, und hielt sich in dem nahe Fort Duquesne gelegenen Great Meadows (nahe dem heutigen Uniontown, Pennsylvania) auf. Als er erfuhr, dass sich in der Nähe seines Lagers französische Soldaten befanden, griff er diese am 29.05 an, da er einem Überfall zuvorkommen wollte.
Mit diesem für die Briten erfolgreichen Scharmützel, dem sogenannten Jumonville-Zwischenfall (nach einem hiebei getöteten französischen Offizier), brach der Krieg offen aus. Auf die Nachricht von dem Überfall hin schickte der Kommandeur von Fort Duquesne zahlenmäßig weit überlegene Verstärkungen, die Washington und seine Männer im hastig errichteten Fort Necessity einschlossen und nach einem kurzen Gefecht am 3.07 zur Kapitulation gegen freien Abzug zwangen. Mit diesem Zwischenfall war ein Krieg unvermeidlich geworden.
Im folgenden Jahr wurde Generalmajor Edward Braddock nach Amerika geschickt und zu dem britischen Oberkommandierenden ernannt. Daraufhin segelte eine französische Flotte mit Truppen unter dem deutschstämmigen General Ludwig August von Dieskau nach Kanada. Ein britisches Geschwader unter Vizeadmiral Edward Boscawen versuchte vergeblich, die Franzosen abzufangen, konnte aber am 6.06 drei französische Linienschiffe stellen und nach einem kurzen Gefecht zwei davon, die Alcide und die als Truppentransporter dienende Lys zur Kapitulation zu zwingen.
Mittlerweile hatten die Briten die Ausführung von vier simultanen Angriffen auf die Franzosen beschlossen. Eine überwiegend aus regulären Truppen gebildete Expedition unter Braddock sollte Fort Duquesne angreifen, eine zweite aus Miliztruppen unter Sir William Johnson richtete sich gegen das Fort bei Crown Point, und eine dritte Armee, ebenfalls aus Miliztruppen gebildet, sollte die Franzosen aus Akadien vertreiben. In einem vierten Vorhaben sollten Truppen unter William Shirley , dem Gouverneur von Massachusetts, Fort Niagara angreifen.
Im April 1755 begann Braddock mit etwa 2.200 Mann seinen Marsch auf Fort Duquesne, wurde aber von den Franzosen und ihren indianischen Verbündeten am 9.07 in der Schlacht am Monongahela vernichtend geschlagen und tödlich verwundet. Der britische Angriff auf das Ohiotal war damit abgewehrt, doch in dem Norden waren sie erfolgreicher. Die Milizionäre unter Johnson konnte die strategisch wichtigen Befestigung Fort Edward (Fort Lyman) am Hudson River anlegen und die von Dieskau geführten Franzosen am 8.09 1755 in der Schlacht am Lake George besiegen. Johnson legte zwar das ebenfalls stategisch wichtige Fort William Henry am Lake George an, ließ aber die Gelegenheit zu dem Angriff auf Crown Point verstreichen.
Erfolglos blieb auch der Vorstoß Shirleys auf Fort Niagara. Die Briten marschierten bis zu dem Ontariosee, beschränkten sich aber darauf, Fort Oswego zu verstärken. Grund hierfür waren Nachschubschwierigkeiten und französische Truppen in Fort Frontenac, die bei einem Angriff auf Fort Niagara die Verbindungslinien abgeschnitten hätten. Erfolgreich war hingegen Expedition aus neuenglischen Milizen und regulären Soldaten der Garnison von Halifax unter Brigadegeneral Robert Monckton. Sie landeten Anfang Juni bei Fort Beauséjour. Nach einer zweiwöchigen Belagerung kapitulierten die Franzosen am 16.06.
Nachdem die Akadier weitere Aufforderungen zur Ablegung des Treueids gegen die britische Krone verweigert hatten, begannen die Briten am 5.09 mit der Festnahme und Deportation der kompletten französischstämmigen Bevölkerung Akadiens, soweit sie sich dem nicht durch Flucht entzog. Ab dem 8.10 wurden über 6 Tausend Männer, Frauen und Kinder in die britischen Kolonien in Neuengland verschifft. Mit dieser harten Maßnahme war die britische Position in Akadien abgesichert – einen ernsthaften Versuch zur Rückeroberung unternahmen die Franzosen nicht mehr.
Neben diesen größeren militärischen Operationen begann 1755 auch ein grausamer Kleinkrieg an den Grenzen der britischen Kolonien, dessen Hauptleidtragende die weitgehend schutzlosen Siedler waren. Von französischen Soldaten unterstützte Indianer unternahmen – nicht zuletzt auf der von Braddocks Soldaten gebauten Straße - zahlreiche Vorstöße insbesondere nach Pennsylvania, Maryland und Viriginia, zerstörten Siedlungen und Höfe und töteten oder verschleppten deren Bewohner. Erleichtert wurden diese Angriffe dadurch, dass sich das von pazifistischen Quäkern dominierte Parlament von Pennsylvania aufgrund von Verfassungsstreitigkeiten mit dem Gouverneur über längere Zeit weigerte, Verteidigungsmaßnahmen zu billigen und Gelder bereit zu stellen. So sollen allein die Abenaki aus der heutigen kanadischen Provinz Quebéc mehr als 600 Briten getötet haben. Diese rächten sich ihrerseits mit brutalen Rachefeldzügen gegen Indianer und - soweit greifbar - französische Ansiedlungen. So überfielen Soldaten unter dem Kommando von Major Robert Rogers in dem September 1759 die Hauptsiedlung der Abenakis und verübten dort ein Massaker, dem etwa 200 Indianer zu dem Opfer fielen.
Buch-Tipp: Franzosen küssen besser (Freche Mädchen - freche Bücher) Mitgerissen Dieses Buch ist sehr zu empfehlen , einmal angefangen möchte man es gar nicht mehr weg legen. Das Buch ist so geschrieben das man richtig in die Situtationen reinkommen kann und sich das ganze bildlich vorstellt.
Auch viele Freundinnen von mir haben es schon gelesen und sagen das Buch ist sehr gut! Es ist Lustig , nett , einfach toll.... |
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Trotz dieser massiven Auseinandersetzungen erfolgte eine Kriegserklärung Großbritanniens an Frankreich erst am 18.05 1756, nach dem der französische Angriff auf das damals britische Menorca bekannt wurde. John Campbell, Lord Loudon wurde 1756 zu dem Nachfolger Braddocks ernannt, war aber seinem in dem selben Jahr berufenen französischen Gegenspieler Louis-Joseph de Montcalm nicht gewachsen.
Die Franzosen eroberten am 15.08 1756 Fort Oswego am Ontariosee, während die Briten unter Loudon zwar 12 Tausend Mann in Halifax für einen Angriff auf die Festung Louisbourg auf der Cape Breton-Insel konzentrierten, diesen jedoch aufgrund von Verzögerungen in dem Aufmarsch und der Stärke der Verteidiger nicht durchführten. Stattdessen griffen die Franzosen wieder an und eroberten am 9.08 1757 Fort William Henry am Lake George. Der Überfall der mit Montcalm verbündeten Indianer auf die britische Garnison, die gegen freien Abzug kapituliert hatte, ist unter weit übertriebenen Opferzahlen als Fort William Henry-Massaker in die Geschichte und die Literatur (James Fenimore Cooper: Der letzte Mohikaner) eingegangen.
Trotz ihrer Erfolge litten die Franzosen jedoch massiv unter der Blockade ihrer Häfen durch die britische Royal Navy, die Nachschub aus Frankreich und auch die Kommunikation weitgehend unterband, während die Seeherrschaft den Briten gestattete, Verstärkungen zu Verlegen und an beliebigen Punkten zu landen.
Im Sommer 1758 spielten die Briten ihre zahlenmäßige Überlegenheit und die Unterstützung durch ihre Marine aus und griffen gleichzeitig Louisbourg, Fort Ticonderoga am Lake Champlain und Fort Frontenac am Ostende des Ontariosees an. Zwar erlitten die Angreifer bei Ticonderoga am 8.07 aufgrund eines inkompetenten Kommandeurs eine schwere Niederlage, das mit Unterstützung der britischen Flotte belagerte Louisbourg musste hingegen am 26.07 vor General Jeffrey Amherst und Admiral Edward Boscawen kapitulieren, womit die Briten die Kontrolle über die Sankt-Lorenz-Bucht und den Zugang in den Sankt-Lorenz-Strom gewannen.
Eine Expedition unter Oberstleutnant John Bradstreet eroberte in dem August Fort Frontenac und gewann damit die Kontrolle über den Ontariosee. In dem Juli begann Brigadegeneral John Forbes einen Vorstoß gegen Fort Duquesne. Zwar rieben die Franzosen eine zur Aufklärung vorausgeschickte Vorhut auf, trotzdem gelang Forbes ein entscheidender Erfolg, als er mit den Indianerstämmen der Region in Fort Bedford einen Friedensvertrag abschloss. Da die schwache Garnison von Fort Duquesne nun ihre Verbündeten verloren hatte und durch den Fall von Fort Frontenac von ihrer Verbindung nach Montreal abgeschnitten war, räumten sie das Fort am 24.11 und zerstörten es. Die Briten begannen sofort mit dem Wiederaufbau und nannten ihren neuen Stützpunkt Fort Pitt (heute Pittsburgh). Damit hatten sie erstmals die Kontrolle über das Tal des Ohio gesichert.
Schlacht auf der Abraham-Ebene: Tod von General James Wolfe
1759 griffen die Briten erneut von zwei Seiten an. Amherst, der dem wegen des Debakels bei Ticonderoga abgelösten James Abercrombie als Oberbefehlshaber in Nordamerika nachfolgte, stieß entlang des Lake George und des Lake Champlain nach Norden vor und nahm die Forts Ticonderoga (25.06 1759) und Crown Point ein. Eine Abteilung seiner Armee unter Brigadier John Prideaux belagerte das strategisch wichtige Fort Niagara an der Mündung des Niagara in den Ontariosee, fügte einer französische Entsatzarmee am 24.07 in der Schlacht bei La Belle Famille eine vernichtende Niederlage zu und zwang die Besatzung des Forts am folgenden Tag zur Kapitulation.
Währenddessen drang eine britische Invasionsstreitmacht aus etwa 9 Tausend Soldaten, 13.500 Matrosen und 49 Schiffen unter General James Wolfe und Admiral Charles Saunders in dem Juni in den Sankt-Lorenz-Strom ein, belagerte Quebec und besiegte die Verteidiger unter Montcalm am 13.09 in der Schlacht auf der Abraham-Ebene, in der sowohl Montcalm als auch Wolfe fielen.
Am 18.09 folgte die Kapitulation Quebecs und damit eine kriegsentscheidende Niederlage der Franzosen. Zwar gelang es Montcalms Nachfolger François-Gaston de Lévis , die britische Garnison von Quebec unter General James Murray am 28.04 1760 in der Schlacht bei Sainte-Foy zu schlagen, die folgende Belagerung Quebecs musste aber nachdem Eintreffen von Verstärkungen für die Briten abgebrochen werden. Nachdem ein letzter französischer Versuch, Verstärkungen nach Montréal zu bringen, mit der Vernichtung der hierfür vorgesehenen Schiffe in dem Gefecht auf dem Restigouche-Fluss am 8.07 1760 endete, konnten die Briten in diesem Jahr die Eroberung der französischen Besitzungen in Nordamerika abschließen. Am 8.09 kapitulierten die Verteidiger von Montréal vor General Amherst, am 29.09 übernahm Major Robert Rogers Fort Detroit.
Einen letzten vergeblichen Versuch, in Kanada wieder Fuß zu fassen, unternahmen die Franzosen 1762, als starke britische Truppenkontingente aus Kanada in die Karibik verlegt worden waren. Ein französisches Flottengeschwader unter Kommodore du Ternay mit 1.500 Soldaten unter dem Comte d'Haussonville brach aus Brest aus, entkam der britischen Blockadeflotte und landete am 24.06 in St. John's auf Neufundland. Zwar kapitulierte die schwache britische Garnison, die Nachricht von der Landung der Franzosen erreichte jedoch Halifax, von wo aus Truppen und Kriegsschiffe zu dem Gegenangriff geschickt wurden. Du Ternay entkam der britischen Flotte und kehrte nach Frankreich zurück, doch den in einer hoffnungslosen Lage zurückgelassenen französischen Truppen blieb nichts anderes als die Kapitulation am 18.09.
Buch-Tipp: HMS Cockerel II. Alan Lewrie gegen die Franzosen Leider an Format verloren Durch die Teilung des Romans H. M. S. Cockerel von Dewey Lambdin in der deutschen Übersetzung durch den Ullstein Verlag, hat dieser zweite Teil eigentlich keine eigenständige Handlung mehr.
Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kann mit diesem Buch wenig anfangen.
Auch finde ich die vielen Gespräche in der französischen... |
Kriegsende, Pontiac-Aufstand und Folgen | |
Die solcherart geschaffenen Tatsachen erkannten die Franzosen in dem Frieden von Paris vom 10.02 1763 an, im sie sämtliche Besitzungen in Nordamerika bis auf den heutigen US-Bundesstaat Louisiana aufgaben. Zu einem dauerhaften Ende der Feindseligkeiten kam es jedoch nicht, da sich die Indianerstämme in dem Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Ohio in dem Mai 1763 in dem Pontiac-Aufstand (nachdem Ottawa-Häuptling Pontiac) gegen die britische Herrschaft erhoben. Sie hofften dabei auf Unterstützung durch die Franzosen. Die Indianer eroberten zahlreiche Forts und Siedlungen in dem Ohiotal und in dem westlichen Pennsylvania und scheiterten lediglich an Fort Pitt und Fort Detroit, die teilweise längere Zeit belagert wurden. Mit ihrer geschickt angewendeten Guerillataktik waren Pontiacs Indianer auch regulären britische Armeeeinheiten gewachsen. Erst in dem Herbst 1764 gelang es den Briten mit Hilfe zweier Expeditionen unter den Obersten John Bradstreet und Henry Bouquet, die Indianer wieder zur Unterwerfung zu zwingen. Eine wesentliche Rolle spielte dabei, dass den Indianern die Munition ausging und eine Unterstützung durch Frankreich ausblieb. Pontiac selbst kapitulierte erst in dem Juli 1766.
Eine Folge des Pontiac-Aufstands war die Proklamation von 1763, der zufolge britische Siedler westlich der Appalachen bleiben, das Gebiet östlich den Indianern vorbehalten bleiben sollte. Dieses Verbot wurde von den Siedlern ignoriert und trug zur Entfremdung zwischen den Kolonisten und der britischen Regierung bei. Eine weitere Folge der Kriege war eine hohe Schuldenlast, die die Regierung durch verschärfte Besteuerung aufzubringen versuchte. Diese Bemühungen wiederum waren ein wesentlicher Auslöser der Amerikanischen Revolution.
Siehe auch: Liste von Kriegen, Liste von Schlachten
Buch-Tipp: Josephine. Auch ohne Tränen mitten in das Herz Einige meiner Vorgängerinnen hier haben ja bei diesen Büchern Tränen vergossen. Soweit war ich nicht. Doch auch ohne Tränen, haben mich alle drei Josephine-Bände richtig mitgerissen. Nach dem dritten Band, wünscht man sich, Josephine hätte länger gelebt, ca. um noch eine Fortsetzung dieser Geschichte zu... |
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